Koffein hat einen festen Platz in unserem Alltag. Was es in unserem Körper eigentlich bewirkt, fragen wir uns dabei eher selten. Spannend wird es, wenn man entdeckt, dass Koffein längst nicht nur in unserer Tasse landet, sondern auch in Cremes und Seren. Und das ist kein Zufall.
Geschätzte Lesedauer. 5 Minuten
Warum ein Wachmacher überhaupt in Cremes landet
Damit ein Stoff in der Hautpflege irgendetwas bewirken kann, muss er zunächst einmal dorthin gelangen, wo er wirken soll und das ist gar nicht so selbstverständlich, wie es klingt. Viele Substanzen bleiben einfach auf der Hautoberfläche liegen, ohne jemals tiefer einzudringen. Koffein dagegen ist ein kleines, gut wasserlösliches Molekül, das die oberste Hautschicht überwinden und bis in tiefere Bereiche vordringen kann. Genau deshalb ist es aus kosmetischer Sicht ein ernstzunehmender Wirkstoff nicht nur eine Zutat mit gutem Klang auf der Verpackung.
Die Sache mit dem oxidativen Stress
Vielleicht hast Du den Begriff „freie Radikale" schon mal gehört, ohne genau zu wissen, was damit gemeint ist. Vereinfacht gesagt: Unsere Haut ist ständig kleinen Belastungen ausgesetzt: UV-Strahlung, Umweltfaktoren, der Stress im Alltag, die auf Zellebene Spuren hinterlassen und zur Hautalterung beitragen können. Koffein wird eine antioxidative Wirkung zugeschrieben: Es kann diesen Prozessen entgegenwirken, indem es genau diese belastenden Verbindungen abfängt.
Im Alltag übersetzt heißt das: ein zusätzlicher Baustein, der mit dazu beitragen kann, dass sich diese tägliche Belastung nicht ungebremst im Hautbild zeigt. Kein Wundermittel, aber ein Wirkstoff mit echter Funktion.
Ein kleines Extra für den Sonnenschutz
Koffein kann offenbar noch an einer anderen Stelle interessant werden: in Kombination mit Sonnenschutz. Studien deuten darauf hin, dass es den Schutz der Haut vor UV-bedingten Belastungen zusätzlich unterstützen kann, ohne die Hautbarriere dabei unnötig zu belasten. Man könnte sagen: Die Sonnencreme bleibt das eigentliche Schutzschild, aber Koffein könnte ihr noch eine zusätzliche Schicht an die Seite stellen.
Wichtig ist dabei: Koffein ersetzt keine Sonnencreme und schützt die Haut nicht eigenständig vor UV-Strahlung. Spannend ist vielmehr, was passiert, wenn beides zusammenspielt.
Straffung: Woher kommt eigentlich der Ruf
Wenn Du Dich fragst, warum Koffein in so vielen Anti-Cellulite- und Straffungsprodukten auftaucht, liegt das an seiner Rolle im Fettstoffwechsel. Koffein kann bestimmte Prozesse in den Fettzellen beeinflussen, die am Abbau von Fetten beteiligt sind. Bei direkter Anwendung auf der Haut zeigten sich hier tatsächlich Verbesserungen gegenüber einer koffeinfreien Vergleichscreme. Das erklärt, warum der Ruf nicht aus dem Nichts kommt, auch wenn „Straffung" natürlich etwas anderes ist als ein sichtbares Wundermittel über Nacht.
Dein Take-away
Koffein kann mehr, als uns morgens wachzumachen. Es gelangt in die Haut, bringt antioxidative Eigenschaften mit und kann Sonnenschutz sinnvoll ergänzen. Auch beim Thema Hautbild und Straffheit ist der Wirkstoff interessant. Ein echter Allrounder also und genau deshalb setzen wir bei HEJLO so gerne darauf.
Sag HEJ zur Eyewake
https://www.hejlo.com/collections/alle-produkte/products/hejlo-eyewake-augencreme
Quellen:
Elias, M.L. et al. (2023) 'Caffeine in skincare: its role in skin cancer, sun protection, and cosmetics', Indian Journal of Dermatology.
Herman, A. and Herman, A.P. (2013) 'Caffeine's mechanisms of action and its cosmetic use', Skin Pharmacology and Physiology, 26(1), S. 8–14.
Rosado, C. et al. (2019) 'Another reason for using caffeine in dermocosmetics: sunscreen adjuvant', Frontiers in Physiology, 10, Artikel 519.